Brustguss

Brustguss, Teil des > Obergusses; nach Sebastian > Kneipp warmer oder kalter Wasserguss von unten beim vornüberstehenden Patienten auf die Brust; meist nach vorhergehendem Armguss. Der Strahl steigt vom linken Arm aus auf die Brust, umkreist sie 12- bis 15mal zur Achselhöhle und steigt am rechten Arm innen ab.
Die Anwendung wird u. a. bei koronarer Herzkrankheit (unter ärztlicher Aufsicht), bei Tachykardie und als thermisches Regulationstraining empfohlen.
Kontraindiziert ist der B. bei Angina pectoris, da es bei der vornübergeneigten Haltung zu zerebralen Durchblutungsstörungen, Stauungszuständen im Halsbereich und Rückenbeschwerden kommen kann.

Lit.: Schalle, Albert: Die Kneippkur. München: Droemersche Verlagsanstalt Knaur, 1985; Pschyrembel Wörterbuch Naturheilkunde: und alternative Heilverfahren / Bearb. v. d. Wörterbuch-Redaktion d. Verlages unter d. Leitung v. Helmut Hildebrandt. Berlin; New York: de Gruyter, 1996.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2