Brunsmann, Johann

Brunsmann, Johann, norw. Brunsmand, Johan (*1637 Trondheim, Norwegen; † 25.07.1707), protestantischer Pfarrer und Schriftsteller. 
B. studierte in Uppsala und ging später nach Kopenhagen, wo er als Lehrer, Autor und Pastor arbeitete. Als sittenstrenger Protestant verfasste er mehrere wissenschaftliche Bücher und literarische Werke, wobei er besonders von der englischen Literatur beeinflusst wurde.
Zwei seiner Schriften sind im Kontext von Magie und Hexenverfolgung von Bedeutung: Francisci Spirae fortvifflelsis Historie (1673) und vor allem Et forfae Huus-Kaars (Køge Huskors, 1676). In dieser Arbeit berichtet er anhand von Quellen von 15 Hexereianklagen gegen Frauen, die zwischen 1608 und 1615 geführt und mit Todesurteilen beendet wurden. Zudem bietet die Schrift eine Sammlung weiterer Besessenheitsfälle. Das Buch wurde auf Dänisch, Deutsch und Latein herausgegeben.

W. (Auswahl): Energumeni Coagienses, sive Admirabilis Historia, De Horrenda Cacodaemonis tentatione. Lipsiae: Liebe, 1695. Das geängstigte Cöge oder Eine warhaffte und Denckwürdige Historie / von einer entsetzlichen Versuchung des leidigen Satans / Mit welcher Zu Köge in Seeland eines ... Bürgers gantze Familie ... sehr hart beleget und angefochten gewesen / Welche Erstlich in Dänischer Sprache ... heraus gegeben / nachmahls ... nebst einem gedoppelten Anhang ins Lateinische gebracht/ und nun ... ins Teutsche übersetzt worden. Durch M. J. J. L. [und ... Joh. Brunsmann ... zusammen getragen und auffgesetzt hat]. Leipzig: Liebe, 1697; Der Entlarvte Teuffel Oder Denckwürdige Geschichte von vielen warhaftig Besessenen / welche dieses Feindes Grausamkeit heftig erfahren: Zu mehrer Bekräftigung der von Doct. Beckern / in seiner verzauberten Welt/ Zweiffelhafft gemachten Kögischen Geschichte. Leipzig: Liebe, 1697; Køge huskors  København: Munksgaard, 1953.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2