Brunnenfrauen

Brunnenfrauen. Korrigan und Lamignak gelten als die Hüterinnen der französischen Quellen und Brunnen. Die Korrigan sind in der Bretagne heimisch, die Lamignak im baskischen Teil der Pyrenäen. Tagsüber halten sie sich in prächtigen unterirdischen Grotten auf. Nachts verbringen sie die meiste Zeit an ihren Gewässern, die sich im Fall der Korrigan für gewöhnlich in der Nähe von Dolmen, Menhiren und Hünengräbern befinden sollen. Ihre Schönheit entfalte sich vor allem, wenn sie das Mondlicht in ätherische Wesen verzaubert. Dann feiern sie ihre Feste und verwandeln die Quellen in heilendes Wasser. Im Licht des Vollmonds kämmen sie ihr Haar und baden anschließend im kühlen Wasser, wobei lediglich Männern der Anblick verboten ist. Macht sich dennoch einer an eine Korrigan heran, muss er sie entweder binnen drei Tagen heiraten oder aber sterben.
Korrigan und Lamignak werden als zwei Fuß groß und wohlgestaltet geschildert. Sie kleiden sich in wallende weiße Gewänder und tragen langes, blondes Haar.
Nicht alle Lamignak sind Brunnen-Elben; viele von ihnen, männliche wie weibliche, leben auch verborgen in Höhlen, Wäldern und Schluchten.

Lit.: Arrowsmith, Nancy: Das große Buch der Naturgeister. Stuttgart: Weitbrecht Verlag in K. Thienemanns Verlag, 2000.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2