Brunhilde

Brunhilde (altnord. Brynhildr), Heldin der > Nibelungensage. In nordischen Quellen (Skáldskaparmal 39; Oddrúnargratr 14) wird sie > Walküre genannt, was mit ihrem kriegerischen Auftreten in Zusammenhang steht. B. war schön wie alle Walküren. Mit acht ihrer Schwestern floh sie auf die Erde, wo alle neun ihre magischen Schwanenkleider ablegten. König Agnar raubte ihre Hemden und machte sie gefügig. Dann zwang er B., ihm den Sieg über seine Gegner zu schenken. Da sie dies nicht tun durfte, wurde sie vom Kriegsgott > Odin mit dem Verlust der Unsterblichkeit bestraft und in eine von Feuer umgebene Burg versetzt. Dort blieb sie lange Zeit, bis der Kriegsheld Sigurd sie daraus befreite.
Auch in Richard Wagners Ring ist B. eine Walküre. Von K. Gjellerup stammt die Tragödie Brynhild.

Lit.: Sigismund, Reinhold: Brynhilde: Tragödie in fünf Aufzügen. Als Ms. gedr. Rudolstadt: F. priv. Hofbuchdr., 1874; Gjellerup, Karl: Brynhild: en Tragedie. Kùbenhavn: Schou, 1884; Wagner, Richard: Wotans Abschied von Brünhilde und Feuerzauber: aus dem Musikdrama Die Walküre [Studienpartitur]. Leipzig; Wien: Eulenburg, 1930; Grabner-Haider, Anton: Das Buch der Mythen aller Zeiten und Völker. Akt. Neuausg. Wiesbaden: Marix, 2005.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2