Brüder des Lichts

Brüder des Lichts (lat. Fratres lucis; engl. Brotherhood of Light), ein mystischer Orden, der 1498 in Florenz gegründet worden sein soll und dessen Mitglieder von einem „Erhabenen und Obersten Magus“ angeführt wurden. Die Brüder trugen hebräische Namen und hatten Ordensniederlassungen in Rom, Paris und Wien. In Florenz soll später > Cagliostro als Mitglied die geheimen Lehren der Magie und Alchemie kennengelernt haben. Als weitere Mitglieder werden der englische Alchemist und Rosenkreuzer Thomas > Vaughan, ferner der Graf von > Saint-Germain, F. A. > Mesmer, E. > Swedenborg, Eliphas > Lévi, Martinez de > Pasqually und viele andere genannt. Sie schufen ihre eigenen Geheimgesellschaften und Systeme nach den Grundlehren der „Brüder des Lichts“. Jedenfalls war der Ordenssitz von Florenz Ausgangspunkt der Rosenkreuzerei des 18. Jhs. (Frick, S. 350).
In Britannien bestand der Orden der B. Ende des 19. Jh. aus 81 Mitgliedern, die in 9 Graden arbeiteten. Ihre Forschungsgebiete waren > Magie, > Mesmerismus, die Wissenschaft von > Tod und > Leben, das Unsterblichkeitsproblem, die Geheimwissenschaften Magie, > Kabbala, > Alchemie, > Astrologie und > Nekromantie.

Lit.: Frick, Karl R. H.: Licht und Finsternis II. Graz: ADEVA, 1978; Howe, Ellic: The Magicians of the Golden Dawn: A Documentary History of a Magical Order, 1887–1923;  with a foreword by Gerald Yorke. New York: S. Weiser, 1978.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2