Britten, Emma Hardinge

Britten, Emma Hardinge (* 1823 London; † 2.10.1899 Manchester, England), Medium, Spiritistin und Autorin.
B. zeigte von Kindheit an ein großes Talent für Musik und Sprache. Mit elf Jahren verdiente sie sich bereits mit Musik den Lebensunterhalt. 1856 ging sie mit einer Theatergruppe nach Amerika. Durch das Medium Ada Hoyt (Mrs. Coan) fand sie zum > Spiritismus, entfaltete ihre psychischen Fähigkeiten und gab öffentliche Sitzungen für die Society for the Diffusion of Spiritual Knowledge in New York. Ihre Tätigkeit als Medium umfasste u. a. > Automatisches Schreiben, geistige > Heilung und > Psychometrie. Sie setzte sich zudem für die Verbreitung des Spiritismus ein und durchwanderte zu diesem Zweck die USA, Kanada, England, Australien und Neuseeland. B. gründete die Zeitschrift Two Worlds und gab diese fünf Jahre lang in Manchester heraus. 1875 war sie Mitbegründerin der > Theosophischen Gesellschaft in New York, trennte sich dann jedoch sehr bald von  H. P. > Blavatsky. Sie schrieb eine Reihe von Büchern sowie zahlreiche Artikel und war Herausgeberin der amerikanischen Zeitschrift The Western Star (1872) und der britischen Veröffentlichung The Unseen Universe (1892–1893).
1900 wurde in Deansgate, Manchester, nach ihren Richtlinien ein Ausbildungsinstitut für Medien, das Britten Memorial Institute, gegründet.

W.  (Auswahl): Modern American Spiritualism: A Twenty Years’ Record of the Communion Between Earth and the World of Spirits. New York, 1870; Nineteenth Century Miracles, or, Spirits and Their Work in Every Country of the Earth. Manchester: W. Britten, 1884; The Faiths, Facts, and Frauds of Religious History. A Treatise in Ten Sections. Manchester: J. Heywood, 1889; Ghost Land, or, Researches into the Mysteries of Occultism, illustrated in a series of autobiographical sketches. Chicago: Progressive Thinker Pub. House, 1897.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2