Brisingamen

Brisingamen (altnord., Halsschmuck), in der germanischen Mythologie das berühmte Halsband und Attribut der Göttin > Freyja (Frigg). Es soll aus durchbohrten Gelenken geschlungen gewesen sein und wurde von den vier Zwergen (> Dvergr) Alfrigg, Dvalinn, Grerr und Berlingr geschmiedet. Um es zu erwerben, musste die Göttin mit jedem von ihnen eine Nacht verbringen. Als > Odin vom Betrug seiner Gemahlin erfuhr, beauftragte er > Loki, das Halsband zu stehlen, was diesem zunächst gelang. > Heimdall entriss es Loki jedoch im Kampf, der sich in verschiedene Tiere verwandelte, und brachte es der Bestohlenen zurück.
B. wird im altnordischen Thrymlied der > Edda und im altenglischen Beowulf besungen.

Lit.: Grimm, Jakob: Deutsche Mythologie. Überarb. Reprint d. Orig.ausg. v. 1943 nach d. Exemplar d. Verlagsarchives. Coburg: K. W. Schütz-Verlag, o. J.; Garner, Alan: The Weirdstone of Brisingamen: A Tale of Alderley (Jacket design by George Adamson). (Repr.). London: Collins, 1968; Garner, Alan: Der Zauberstein von Brisingamen. Aus dem Engl. von Werner Schmitz. Stuttgart: Verl. Freies Geistesleben & Urachhaus, 2003; Die Edda: Götterdichtung, Spruchweisheit und Heldengesänge der Germanen / Übertr. v. Felix Genzmer; eingel. v. Kurt Schier. Kreuzlingen; München: Hugendubel, 2006.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2