Briggegickel

Briggegickel, goldener Hahn auf der Brüstung der Alten Brücke von Sachsenhausen nach Frankfurt. Die Brücke geht wahrscheinlich auf einen hölzernen Steg von 1036 zurück und ist eines der Wahrzeichen der Stadt, ebenso wie der goldene Hahn. Er erinnert u. a. an die Sage, welche die meisterliche Konstruktion der Brücke dem Teufel zuschreibt. Dieser verlangte vom jungen Baumeister als Lohn für seine Hilfe die Seele des ersten Lebewesens, das die Brücke überqueren würde. Der Baumeister trieb daher bei der Erstbegehung einen Hahn über die Brücke, und der Teufel, der auf die Seele des Baumeisters spekuliert hatte, musste sich mit dem Hahn zufriedengeben. In seinem Zorn packte er das Tier, zerriss es und warf die Stücke mit solcher Gewalt auf die Brücke, dass zwei Löcher entstanden. Zum Dank für die Rettung seiner Seele ließ der Baumeister an dieser Stelle einen goldenen Hahn aufstellen.

Lit.: Der Schwarze Führer: Deutschland; 253 geheimnisvolle Stätten in 194 Orten / M. e. Einf. v. Lutz Röhrich. Freiburg i. Br.: Eulen Verlag, 2000.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2