Breithut

Breithut, dämonische Gestalt mit breitem Hut, auch Langhut genannt. B. kann als gespenstischer Baum oder Baumklotz (Kühnau 1, 511), aber auch in der Gestalt eines > Zwerges oder gespenstischen Jägers erscheinen. Die Frage, ob es sich hier um  ein Fortbestehen > Wodans im deutschen Volksglauben handelt, der in nordischen Zeugnissen des öfteren dämonisch mit breitkrempigem Hut erscheint und deshalb Sîđhōttr, der Breithutige heißt, muss offen bleiben.

Lit.: Meyer, Elard Hugo: Indogermanische Mythen. Berlin: Ferd. Dümmlers Verlagsbuchhandlung, 1883; Kühnau, Richard: Schlesische Sagen. Bd. 1–3. Leipzig: Teubner, 1913; Grimm, Jacob: Deutsche Mythologie. Vollständige Ausgabe. Neu gesetzte, korr. und überarb. Ausg., rev. nach der Ausg. Wiesbaden, 2003, der die 4. Aufl., Berlin, 1875–78 zugrunde liegt. Wiesbaden: Marix, 2007.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2