Brechverfahren

Brechverfahren, künstliches Hervorrufen von Erbrechen als Heilmethode. Diese Methode wird heute wegen ihrer allzu drastischen Wirkung kaum noch angewandt. Sie war aber vom Altertum bis in das 19. Jh. in Nachahmung einer natürlichen „Ausleitung“ ein wichtiges Hilfsmittel der ärztlichen Kunst der Umstimmung. Christoph W. Hufeland (1762–1836) zählte die Brechmittel zusammen mit dem > Aderlass und dem > Opium zu den drei Kardinalmitteln der Heilkunst, ohne die er nicht Arzt sein wollte. Zu den Mitteln gehörte u. a., wie schon der Name besagt, die Brechwurzel (Ipecacuanha).

Lit.: Ritter, Ulrich: Naturheilweisen: Einführung in die Praxis und Fortbildung. Regensburg: Johannes Sonntag, 1982.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2