Brebeuf, Jean de

Brebeuf, Jean de (*25.03.1593 Condé-sur-Vire, Frankreich; † 16.03.1649 St-Ignace; Kanada), hl. (29.06.1930, Fest: 19. Oktober), Jesuit, Missionar und Märtyrer. B. kam 1625 mit den ersten Jesuiten nach Kanada, lernte bei den Algonkinstämmen nahe Québec die Sprache und gründete am Huronsee eine Missionsstation. 1628 wurde er von den Engländern gefangen genommen und nach Europa zurückgebracht. 1633 kehrte er wieder nach Kanada zurück und wirkte unter den Huronen. Er übersetzte den Katechismus ins Huronische, schrieb ein Wörterbuch, eine Grammatik und errichtete mehrere Missionsstationen. Während eines Überfalls erschien ihm > Maria, das Herz von drei Pfeilen durchbohrt, und ermunterte ihn zur Hingabe an Gottes Willen. B. erklärte seine Bereitschaft und erlebte in der Folge noch mehrere Erscheinungen, die ihn auf sein Martyrium vorbereiteten. Am 16. März 1649 wurde er von Irokesen überfallen und qualvoll zu Tode gemartert.
Am 29. Juni 1930 wurde B. von Papst Pius XI. heiliggesprochen.

Lit.: Hurons et Iroquois, le P. Jean de Brébeuf, sa vie, ses travaux, son martyre, par le R. P. Martin. Paris: G. Téqui, 31898; Actes des martyrs français au Canada. [Avertissement à ceux qui viendraient chez les Hurons, par le P. Jean de Brébeuf. Instruction pour ceux qui seront envoyés en mission, par le P. Paul Lejeune. Lettre des missionnaires des Hurons, rédigée en 1637 par le P. de Brébeuf. Ecrit du P. Lalemant trouvé sur lui après sa mort. Voeu du Père Jean de Brébeuf. De l'heureuse mort des PP. Jean de Brébeuf et G. Lalemant, relation du P. Paul Ragueneau, 1649]. Paris: A l'Orante, 1940.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2