Borretsch

Borretsch (lat. borago officinalis; engl. borage; ital. borragine), Gurkenkraut, Blauhimmelstern, Herzfreude, Wohlgemuth, Augenzier, Pflanze aus der Familie der Rauhblattgewächse, Boraginaceae. Der Name leitet sich vom keltischen Wort porrach ab, das eine heroische Person bezeichnet.
Der B. stammt aus der Gegend von Aleppo und wird überall in Gärten gepflanzt; verwildert wächst er auf Schuttplätzen. Er ist wässrig, von gurkenähnlichem Geschmack, wird 20–60 cm hoch, blüht von Juni bis August und wird während der Blüte geerntet. Die Stängel sind stark behaart und die Blätter, welche Schleimstoffe und 15–17% Mineralsalze, insbesondere Kalium und Kalzium, enthalten, geben einen guten Salat und werden auch als Würze verwendet.
B. gilt als eines der vier herzstärkenden Kräuter (quatuor flores cardialis), ist als Tee schweißtreibend, wird gegen Husten und Erkältungen wie auch als Stimulation der Hormone und gegen Depressionen verwendet.
Aufgüsse aus Blüten oder Kraut finden bei der sog. Blutreinigung, als Diuretikum bei Entzündungen der Atemwege und bei Gelenkrheumatismus Anwendung. Wegen des Gehalts an Pyrrolizidinalkaloiden sind allerdings organotoxische und hepatotoxische Wirkungen möglich.
Paranormologisch steht B. für > Jupiter und > Luft, hat eine heiße/niedrige Schwingung und ist der Göttin > Diana, dem Symbol für den Jungfrauaspekt der Göttin, geweiht. In dieser Eigenschaft verleiht er psychische Energie und Mut, auch als Amulett. Als Talisman soll B. vor negativen Energien schützen.

Lit.: Magister Botanicus: Magisches Kreutherkompendium; ein erweytertes wahrhaft ergötzliches Werk ueber die magischen Verrichthungen mit Kreuthern und den zauberischen Kräfften der Pflanzen sowie dehren medicinalischer Beteuthungen. 2., überarb. u. erg. Aufl. Speyer: Die Sanduhr – Fachverlag für altes Wissen, 1995; Pschyrembel Wörterbuch Naturheilkunde: und alternative Heilverfahren. Berlin: de Gruyter, 1996; Gurkenkraut und Ringelblume: Gartenparadiese für drinnen und draußen. Mit Bildern von Annette Fienieg. Düsseldorf: Patmos, 2006.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2