Boraro

Boraro (die „Weißen“), den > Tukano-Indianern zufolge grausame Waldgeister. Sie sind groß, haarig, mit riesigen Penissen, nach vorne gerichteten Ohren und nach hinten gerichteten Füßen. Ihre Beine sind ohne Gelenke mit dem Köper verbunden, sodass ein Aufstehen nach dem Hinfallen kaum möglich ist. Die Tukano glauben, dass ein B., der mit einer Steinhacke bewaffnet ist, einen Menschen zum Fressen sucht.

Lit.: Seler, Eduard: Geschichtliches, Bilderschriften, Kalendarisches und Mythologie, Ethnographisches und Archäologisches aus Mexico, Archäologisches und anderes aus den Maya-Ländern. Graz: ADEVA, 1960; Contes et mythologie des indiens lacandons: contribution à l'étude de la tradition orale maya. Paris: L'Harmattan, 1986; Jones, David M.: Die Mythologie der Neuen Welt. Reichelsheim: Edition XXV, 2002.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2