Booth, John Wilkes

Booth, John Wilkes (1838–1865), US-Schauspieler, Mörder Abraham Lincolns. Es gibt zahlreiche Berichte, in denen behauptet wird, dass B., der am 14. April 1865 den amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln erschoss, dazu verdammt sei, am Ort des Geschehens, im Ford’s Theatre in Washington, zu spuken. Jahrelang sollen im gesamten Gebäude seine Schritte zu hören gewesen sein. Aufgrund dieses unheilvollen Rufes blieb das Theater bis zu seiner Wiedereröffnung 1968 für fast hundert Jahre ungenutzt. Auch dann noch sollen Arbeiter und Schauspieler von merkwürdigen Begegnungen mit dem Phantom erzählt haben. Es hält sich auch die hartnäckige Legende, dass alle Schauspieler, die ihre Rollen auf dem Fluchtweg entlang der Bühne zu sprechen haben, über die B. nach dem Attentat entkommen konnte, sich hoffnungslos verhaspeln würden.

Lit.: Stern, Philip Van Doren: The Man Who Killed Lincoln: The Story of John Wilkes Booth and His Part in the Assassination. New York: The Literary Guild of America, 1939; Evans, C. Wyatt/Lawrence, Kan: The Legend of John Wilkes Booth: Myth, Memory, and a Mummy. University Press of Kansas, 2004.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2