Bo Yin Ra

Bo Yin Ra (Pseudonym für Joseph Anton Schneiderfranken (*25.11.1876 Aschaffenburg, Deutschland; † 14.02.1943 Massagno, Schweiz), esoterisch-theosophischer Schriftsteller und Maler, der in Frankfurt (Städelschule), München, Paris und Wien ausgebildet wurde. Auf seinen verschiedenen Reisen innerhalb Europas entstanden viele Gemälde und Schriften, wobei jene aus Griechenland besonders hervorstechen, wo er seine entscheidenden Erlebnisse hatte. In den Bildern versucht er, neben Landschaften, geistig-philosophische Lebensbereiche darzustellen. Seine Schriften umfassen 32 Bücher sowie acht ergänzende Publikationen auf der Grundlage der Theosophie > Blavatskys, gegen die er zuweilen auch Einwände erhebt. Nach eigenen Angaben traf er schon im Alter von sieben Jahren mit einem asiatischen Meister zusammen, den er später wieder getroffen habe, und 1915 sei er mit „jener Bruderschaft“ in Verbindung gekommen. Er nannte sich „Abgesandter der Weißen Loge“. Seine okkulten Lehren beeinflussten besonders die neueren Rosenkreuzer.

W.: Das Licht vom Himavat. Leipzig: Vollrath, [um 1914]; Das Buch vom Jenseits. München: Verl. der Weißen Bücher, 1920; Das Buch vom lebendigen Gott. Mit einem Vorwort von Gustav Meyrink. München: Verl. der Weißen Bücher, 1922; Das Geheimnis. München: Verl. der Weißen Bücher, 1923. Der Sinn des Daseins. Freiburg i. Baden: Magnum Opus-Verl, 1927; Hortus conclusus. Basel: Kober, 1936; Mehr Licht. Nochmals durchges., teilw. veränd. authentische Letztausg. Basel: Kober, 1936.
Lit.: Schott, Rudolf: Der Maler Bô Yin Râ. 2., völlig umgearb. und erneuerte Aufl. Zürich: Kober, 1960.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2