Bloemardinne, Heylwighe

Bloemardinne, Heylwighe (*1260 Brüssel; † 23.08.1335 ebd.), Mystikerin aus angesehener und wohlhabender Familie, die angeblich unter Eingebung, auf einem silbernen Stuhl sitzend, lehrte und schrieb. Unter ihrer Mitwirkung erfolgte 1316 die Stiftung des Brüsseler Dreifaltigkeitshospiz. Ihre Schrift „de spiritu libertatis et ... amore venereo“ ging leider verloren. Johannes von Ruysbroeck bezeichnete ihre Lehren 1336/43 als häretisch, diese wurden dann jedoch von der Brüsseler Freigeistsekte „Homines Intelligentiae“ (frühes 15. Jh.) übernommen. Die lange vermutete Identität von B. mit > Hadewych hat sich als nicht haltbar erwiesen.

Lit.: Dinzelbacher, Peter: Heilige oder Hexen? Schicksale auffälliger Frauen. Düsseldorf: Patmos, 2004.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2