Blackbeard, Edward Teach

Blackbeard, Edward Teach (* um 1680 Bristol, England; † 22.11.1718 vor der Insel Ocracoke, North Carolina), einer der berüchtigsten englischen Piraten des karibischen Meeres.
B. interessierte sich bereits in frühester Jugend für die Seefahrt. Während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701–1714) kam er als Hilfsmatrose an Bord eines Kaperschiffes nach Jamaika. Auf der Brigantine „Ranger“ des Piraten (und späteren Piratenjägers) Captain Benjamin Hornigold († 1719) lernte er sein „Handwerk“ kennen. Als Großbritannien alle Kaperschiffe in der Karibik zurückzog, sattelte er auf regelrechte Piraterie um und machte mit dem Schiff „Queen Anne's Revenge“ (dem zuvor gekaperten französischen Handelsschiff „La Concorde“) mit einer Crew von 300 Mann 18 Monate lang die Gegend zwischen Virginia und Honduras unsicher. Dabei gestaltete er sein Aussehen als „Ausgeburt des Teufels“ mit langen, schwarzen Haaren und geflochtenem Bart. Vor einer Schlacht steckte er sich jeweils langsam brennende Lunten an das Ende seines Bartes, die er beim Herannahen feindlicher Schiffe anzündete. In vielen Fällen reichte schon sein Anblick aus, um Kapitäne und Handelsschiffe abzuschrecken.
1718 verließ er die Karibik und versuchte die Schiffe „Pearl“ und „Lyme“ der Royal Navy vor der Insel Ocracoke (North Carolina) auszurauben, geriet jedoch in den Hinterhalt von Leutnant Robert Maynard und wurde am 22. November 1718 von fünf Pistolenkugeln niedergestreckt. Seine Leiche wurde enthauptet und der Kopf am Bugausleger von Maynards Schiff befestigt.
In der Literatur versucht man immer wieder B.s Sympathie für den Teufel als „Kriegstaktik“ einzuordnen, übersieht dabei aber seine magische Einstellung.

Lit.: Das Buch der Magier und Zauberer. Köln: Anaconda, 2008.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2