Biton, Kleobis

Biton und Kleobis (griech.), Söhne der Herapriesterin Kydippe in Argos. Sie besaßen nur das Notwendigste, hatten aber eine immense Körperkraft, wodurch sie bei den Kampfspielen viele Preise errangen. Als ihre Mutter anlässlich eines Opferfestes zu Ehren der > Hera zum Tempel gefahren werden musste, die Zugochsen aber noch nicht vom Feld zurückgekehrt waren, zogen ihre Söhne selbst den Wagen zum Heiligtum. Dort legten sie sich nach dem Opfermahl völlig erschöpft im Tempel zum Schlaf nieder. Die Mutter, voller Stolz auf ihre Söhne, betete zu Hera und bat, ihren beiden Söhnen zum Dank das Beste zukommen zu lassen, was ein Mensch erhalten könne, worauf die beiden Söhne sanft entschliefen und so noch in der Jugend einen schnellen und sanften Tod fanden (Herodot, I/31).

Lit.: Herodotus: Historien. Hrsg. und übers. von Josef Feix. Düsseldorf: Artemis und Winkler, 2004.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2