Bird, James Malcolm

Bird, James Malcolm (*1886, Todesdatum unbekannt), amerikanischer Mathmematiker und  Parapsychologe. 1922 kam B. als Sekretär des Komitees von The Scientific American, für den er in der Erforschung der paranormalen Phänomene arbeitete, mit der Parapsychologie in Berührung. Über Vorschlag von Conan > Doyle wurde er nach Europa geschickt, um Beobachtungen für einen Bericht zu sammeln. B. nahm an Sitzungen mit den Medien John  Sloan, Gladys Osborne Leonard und William Hope, Mrs. Deane, Evan Powell und Maria Vollhardt teil. Er organisierte eine Untersuchungskommission im Hinblick auf das umstrittene Medium Mina > Crandon, dem er das Pseudonym „Margery“ gab. Schon 1925 setzte The Scientific American eine Prämie in Höhe von 2.500 Dollar für den Nachweis echter physikalischer paranormaler Phänomene aus. Die Kommission entschied gegen die Echtheit der Medialität v. Margery, doch B. war offenbar von der Echtheit überzeugt. In einem um 1930 verfassten Bericht gab er dann allerdings zu, dass einige Phänomene Crandons betrügerisch zustande kamen.
Von 1925 bis 1931 war B. Forschungsbeauftragter der ASPR u. verfasste mehrere Artikel für The Scientific American. Walter Franklin > Prince traf B. noch am 8.12.1932; über seine weitere Lebenszeit ist nichts bekannt.

W.: My Psychic Adventures. New York: Scientific American Publishing Co., 1924; The Margery Mediumship. Proc. of the American Society for Psychical Research PASPR), Vol. 1, 20–21; “Margery”, the Medium. Boston: Small, Maynard & Company, 1925.
Lit.: Tietze, T. R.: Ursa Major: An Impressionistic Appreciation of Walter Franklin Prince. In: JASPR 70/1, 14f.; Tietze, T. R.: Margery. N.Y.: Harper and Row, 1973, S. 136–143.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2