Biologisch-dynamische Landwirtschaft

Biologisch-dynamische Landwirtschaft, in den 1920er Jahren in einem Kreis von Naturwissenschaftlern und Landwirten um Rudolf > Steiner entstandene Bezeichnung für eine Landwirtschaft nach den Prinzipien der > Anthropsophie. Die B. verwendet keinen Kunstdünger und keine chemischen Mittel zur Schädlingsbekämpfung. Der Bauernhof wird als ganzheitlicher Organismus verstanden und jede Pflanzenart in ihren speziellen Bedürfnissen und Interaktionsweisen mit anderen Pflanzen beachtet. Beim Anbauen, Pflügen, Säen und Ernten werden im Verständnis von Makro- und Mikrokosmos die astronomisch-astrologischen Konstellationen mit einbezogen. Mit diesen Methoden wurden nicht nur gute Erträge, sondern auch ein Beitrag zum Schutz der Natur erzielt.

Lit.: Steiner, Rudolf: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft. Dornach / Schweiz: Rudolf-Steiner-Verlag, 1979; Grohmann, Gerbert: Die Pflanze als Lichtsinnesorgan der Erde und andere Aufsätze. Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben, 1981; Koepf, Herbert H.: Was ist biologisch-dynamischer Landbau? Dornach / Schweiz: Philos.-Antroposoph. Verl. am Goetheanum, 1985.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2