Bioklimatik, Bioklimatologie

Bioklimatik oder Bioklimatologie (griech.; engl. bioclimatology; ital. bioclimatologia), Wirkung von Wetterfaktoren auf Organismen, insbesondere auf den Menschen. Dieser Einfluss von Wetter und Klima auf den menschlichen Organismus ist so alt wie die Menschheit selbst. Bereits > Hippokrates (460–375 v. Chr.) erkannte, dass Entzündungen und Allergien häufiger bei Tropikluft auftraten, während sich Koliken und Krämpfe bei Polarluftzufuhr häuften. Und > Galenus (129–199 n. Chr.), der Leibarzt Mark Aurels, kannte die heilsame Wirkung des Klimawechsels.
Nach 1945 wurde der Oberbegriff B. durch „Medizinmeteorologie“ bzw. „Humanbiometeorologie“ ersetzt. Die Wechselwirkungen zwischen Wetter und Mensch werden in der sog. Biosynoptik erforscht.
Neben den rein medizinischen und biologischen Aspekten ist B. von einer Reihe paranormologischer Themen umgeben, wie > Astrologie, > Erdstrahlen, > Orte der Kraft, > Makrokosmos und Mikrokosmos.

Lit.: Kügler, Hermann: Medizin-Meteorologie nach den Wetterphasen: eine ärztliche Wetterkunde. München: Lehmann, 1975; Ledwina, Wilhelm: Angewandte Bioklimatologie mit modernen naturnahen Heilmethoden: d. Weg aus d. chron. Krankheit. Heidelberg: Haug, 1981.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2