Biofeld

Biofeld, das durch Ausstrahlen von > Bioenergie erzeugte unmittelbare Umfeld des lebenden Organismus. Dabei ist die Bioenergie die den lebenden Organismus erhaltende, selbstregulierende Kraft, die sich nicht auf Elektrizität, Biomasse oder Nahrung reduzieren lässt und daher auch mit technischen Geräten nicht messbar ist. Es strahle zwar jeder Mensch ein B. aus, doch seien nur einige speziell Begabte in der Lage, dieses wahrzunehmen und darauf zu reagieren.
Bei aller Unklarheit über das Wesen des B. gibt es zumindest die Erfahrungstatsache, dass bestimmte Personen, sogenannte > Heiler, die bioenergetische Ausstrahlung des Organismus in verschiedensten Formen wahrnehmen und durch Handauflegung, Bewegung der Hände über den Körper, Berühren einzelner Körperstellen oder auch Umarmung des ganzen Körpers heilende Wirkungen auslösen können, die sonst nicht zustande kommen.
In diesem Zusammenhang steht auch die Wahrnehmung, dass bestimmte Personen jenseits jeder psychologischen Komponente allein durch ihre biologische Anwesenheit als schwer und belastend empfunden werden – sogenannte negative Menschen, die psychisch auch positiv sein können.
Die unzähligen Spekulationen im Zusammenhang mit dem B., wie die Rede von Schwingungsmustern, Magnetismus, elektromagnetischen Feldern usw. lassen sich mit dem Begriff der Bioenergie nicht vereinbaren. Anders klingt schon die Rede von > Aura, > Feinstofflichkeit, Astralkörper, > Prana oder > Yin und > Yang, worin Energieformen angesprochen werden, die physikalisch nicht messbar sind.
Die Heilung über das B. durch einen Heiler ist als > Bioenergotherapie zu bezeichnen im Unterschied zur > Bioenergetik, bei der es vornehmlich um Massage und Gymnastik geht.

Lit.: Zezulka, Josef: Biotronische Heilung. In: Grenzgebiete der Wissenschaft 23 (1974) 3, 331–344;  Bioenergoterapia i Radiestezyjne Metody Diagnostyczne. Warschau: Stowarzyszenie Radiestetów, 1981; Eifler, Zdenka: Bioenergotherapie. In: Grenzgebiete der Wissenschaft 41 (1992) 3, 217–226.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2