Bioenergetisches Grundgesetz

Bioenergetisches Grundgesetz, besagt, dass die Entwicklung eines jeden Individuums die Entwicklung der Gattung verkürzt wiederholt. Dieses Gesetz wurde von dem deutschen Zoologen Fritz Müller (1821–1897) im Jahre 1864 aufgestellt und von Ernst Haeckel (1834–1919) 1866 endgültig formuliert: „Die Ontogenese rekapituliert die Philogenese.“ Diese Vereinfachung wurde jedoch bereits 1897 von dem Schweizer Zoologen Adolf Portmann bemängelt.
Das Gesetz wurde dann auch auf die geistige Entwicklung des Menschen ausgedehnt. In der Parapsychologie stellte man die Hypothese auf: Wenn Psi in der Frühzeit bei der Daseinsbewältigung, vor allem in der Kommunikation, eine größere Rolle gespielt hat, so muss sich das in den frühen Phasen der geistigen Entwicklung des rezenten Menschen spiegeln. Überzeugende Beweise dafür konnte man allerdings noch nicht erbringen.

Lit.: Schmidt, Heinrich: Haeckels Biogenetisches Grundgesetz und seine Gegner. Odenkirchen: Breitenbach, 1902.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2