Bimini

Bimini, in den  Mythen der Indianer des südöstlichen Nordamerika ein sagenhaftes Land der ewigen Jugend, später Name einer Inselgruppe, die südöstlich von Florida und nordöstlich von Kuba liegt. Hier betrat 1492 Christoph Columbus zum ersten Mal den Boden der Neuen Welt und Edgar > Cayce prophezeite 1950, dass im Jahre 1968 oder 1969 in der Nähe von B. die Reste von > Atlantis entdeckt würden, von ihm „Poseidia“ genannt. Die Insel B., die zu den Bahamas gehört, ist die Florida nächstgelegene der Bahama-Inseln. In der Tat sichtete Dr. J. Manson Valentine 1968 vom Flugzeug aus vor der Küste der Insel B. eine interessante Felsenformation, die wie von Menschen erbaute, überflutete Bauwerke aussahen und auch als „Zyklopenmauern“ bezeichnet werden. Esoteriker deuteten diese Formation sogleich als eine Straße des gesunkenen Kontinents Atlantis. So sah sich selbst Valentine 1969 gezwungen, den übertriebenen Spekulationen gegenüber darauf aufmerksam zu machen, dass auch geologische Faktoren als > Bildekräfte am Werk gewesen sein mögen. Er hält es grundsätzlich für möglich, dass sich unter den sonderbaren Strukturen im Flachmeer von Naturgesetzen geformte „Pseudobauten“ befinden könnten. Diese Ansicht wird auch von Geologen geteilt.

Lit.: Valentine, J. Manson: Culture Pattern Seen – Submerged City found? In: Muse News (Museum of Science, Miami/FLA, May 1969; April 1973; Biedermann, Hans: Die versunkenen Länder: die Atlantis-Frage und andere Rätsel der Menschheitsgeschichte; Traditionen – Mythen – Fakten. Graz: Verlag für Sammler, 1975.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2