Bilderhandschriften

Bilderhandschriften (Codex Dresdensis, Codex Peresianus, Codices Tro und Cortesianus), mittelamerikanische Faltbücher mit Blättern aus Hirschleder oder Agavefasern, auf denen Chroniken, Mythen, Kalender und Tributlisten mit farbigen Figuren und bilderähnlichen Zeichnungen aufgemalt sind. Sie werden auch „Codices“ genannt, d. h. Dokumente, die von den > Indianern (> Maya) selbst geschrieben und von Priestern aufbewahrt wurden. Erhalten sind nur vier Bilderhandschriften, und zwar der in Dresden verwahrte Codex Dresdensis (aus dem nördlichen Guatemala), der in Paris aufgehobene Codex Peresianus (aus Chiapas im Südosten Mexikos) und die Codices Tro und Cortesianus, Teile ein und desselben Dokuments aus Yukatan, die in Madrid aufbewahrt werden.
  
Lit.: Codex Dresdensis: die Maya-Handschrift / hrsg. von Rolf Krusche. Frankfurt a. M.: Insel-Verl, 1966; Rau, Jack: The Codex as a Book Form: 3 Maya Codices: Dresden, Tro-Cortesianus, Persianus. New York: The Pre-Columbian Pr., 1970.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2