Bianchi, Francesco Saverio

Bianchi, Francesco Saverio CRSP (* 2.12.1743 Arpino / Italien; † 31.01.1815 Neapel), heilig (21.10.1951, Fest: 31. Januar), Barnabitenpriester, „Apostel Neapels“; zunächst Studium im Kolleg der Barnabiten in Arpino, anschließend im Seminar in Nola. Sein Vater wollte, dass er in Neapel Jus studiere. B. trat jedoch 1762  in den Orden der Regularkleriker vom hl. Paulus (Barnabiten) ein, 1767 Priesterweihe, sodann Lehrer für Rhetorik und Philosophie in Arpino und Neapel. 1777 wurde er geistlicher Begleiter der Franziskanerin Maria Franziska von den hl. fünf Wunden (sel. > Gallo, Anna M. N.). Von 1773–1785 Superior im Kolleg von Portanova in Neapel; die Berufung zum Theologieprofessor an die Universität lehnte er ab, wurde aber 1778 zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften ernannt. 1785 erhielt B. beim Generalkapitel der Barnabiten in Bologna die Erlaubnis, sich dem beschaulichen geistlichen Leben zu widmen. Er war auch Berater von König Karl Emmanuel IV., der zugunsten seines Bruders Vittorio Emmanuele abdankte und Jesuit wurde, sowie seiner Gemahlin Klothilde (†1802), der Schwester des hingerichteten französischen Königs Ludwig XVI. B. besaß die mystische Gabe der Prophetie und der Wunderheilung.

Lit.: Sala, F.: L’Apostolo di Napoli. Rom, 1951; Baumann, Ferdinand: Pius XII. erhob sie auf die Altäre. Die Heilig- u. Seliggesprochenen seines Pontifikats  (1960), S. 126ff.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2