Biaiothanatoi

Biaiothanatoi (griech., „durch Gewalt Gestorbene“). Seelen, die durch Gewalt oder vorzeitig gestorben sind und vielleicht nicht beerdigt wurden, sind ruhelos und wünschen eine echte Bestattung ihrer Körper, fordern Rache oder verlangen danach, ihre Lebensaufgabe zu beenden. Dazu müssen sie wiederkehren. Vorher wandern sie um den Platz ihres gewaltsamen Todes.
Sie gehören wie die > Aoroi (frühzeitig Verstorbene) und die > Ataphoi (Nichtbeerdigte) zu den Totendämonen, die aber nicht gemieden, sondern wegen ihrer geistigen Macht eher gesucht werden.

Lit.: Kraeling, Carl H.: Was Jesus Accused of Necromancy? Journal of Biblical Literature 59 (1940), 147–157; Bolt, Peter: Jesus, the Daimons and the Dead. In: A. N. S. Lane (ed.): The Unseen World: Christian Reflections on Angels, Demons, and the Heavenly Realm. Grand Rapids, MI: Baker, 1996, S. 75–102.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2