Betz, Hans Dieter

Betz, Hans Dieter (*29.09.1940 Mannheim), Prof. Dr., studierte Physik in Heidelberg, 1965 Diplom, 1967 Promotion; lehrte von 1967 bis 1972 als Research Associate und Assistant Professor am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, USA; ab 1972 an der Sektion Physik der Ludwig-Maximilians-Universität in München, 1975 Habilitation und Ernennung zum Universitätsdozent, seit 1980 Professor; zahlreiche Publikationen auf dem Gebiet der experimentellen Atomphysik.
In einer gründlichen Bestandsaufnahme untersuchte er die Leistungen der beiden Rutenmeister Georg und Emmy Kittemann, die u. a. die Heilquelle von Tegernsee gefunden haben, sowie von Hans Schröter, der als Wasserbau-Ingenieur mit Hilfe seiner radiästhetischen Fähigkeiten für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit Tausende von erfolgreichen Bohrungen für Trinkwasserbrunnen bestimmt hat. Schröters eindrucksvolle Tätigkeit mit der Wünschelrute ist wissenschaftlich dokumentiert und widersteht allen Wegerklärungsversuchen.
Gemeinsam mit Prof. Herbert König leitete B. das vom Forschungsministerium der Bundesrepublik Deutschland finanzierte Projekt über „Erdstrahlen und Rutengänger“ (1984–1989). Demnach ist anzuerkennen, dass es neben vielen Rutengängern, die kaum signifikante Befunde liefern, eine kleine Anzahl hochbegabter Sensitiver gibt, deren Wirken auf eine bisher unerklärte Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen schließen lässt.

W.: Geheimnis Wünschelrute: Aberglaube und Wahrheit über Rutengänger und Erdstrahlen. M. e. Geleitw. v. Veronica Carstens. Frankfurt a. M.: Umschau, 1990; Unkonventionelle Wasserprospektion: Felderprobung der Rutengänger-Methodik in Trockenzonen. Dt. Ges. f. Techn. Zusammenarb. (GTZ) GmbH [Hrsg.]. 2., erw. Aufl. Eschborn: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, 1993.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2