Betglocke

Betglocke, Läuten der Glocke als Gebet. Der durch die Glockentaufe geweihten Glocke werden besondere Kräfte zugeschrieben, vor allem gegen Gewitter und Sturm. Das verbreitete Morgen-, Mittag- und Abendläuten (auch Angelusläuten genannt), ein Brauch der bis in das Mittelalter zurückreicht, zeigt nicht nur die Zeit an, sondern heiligt sie zugleich. Zudem scheidet die B. nicht nur morgens und abends den Tag von der Nacht, sondern gibt zugleich Schutz für den Tag und Sicherheit für die Nacht.

Lit.: Die Gott-angenehme Beth- und Buß-Glocke: Zu Feuriger Andacht Morgens und Abends in geistl. und leiblichen Anliegen ermunternde; Gott zu Ehren und allen trägen Hertzen zu heiligen Antrieb und Eyffer im Gebeth aus geistreicher Männer Schrifften wohlmeynend zusammen getragen. Nebst einem Hoch-nützlichen Zeit-Messer Und beygefügten Gesang-Büchlein. Striegau: Weber, 1725; Otte, Heinrich: Glockenkunde. Leipzig: Weigel, 1858.


 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2