Bestreichen

Bestreichen, das Streifen mit der Hand oder mittels eines Gegenstandes über den Körper oder  eine Körperstelle mit Berührung oder in einem leichten Abstand. Das B. wird hauptsächlich bei Hautkrankheiten (Rose, Flechten, Muttermale, Warzen usw.) vorgenommen. Es geschieht entweder durch die Hand des Kranken selbst oder des Helfers, vielfach aber auch mittels eines Gegenstandes zum Auftragen von heilenden Flüssigkeiten oder z. B. mit einem Heilstein. Bei den sogenannten mesmerischen Strichen wird der Körper meist nicht direkt berührt und er muss auch nicht bloß sein.
Von besonderer Wichtigkeit beim B. ist das fühlende Einheitsempfinden mit dem Organismus des Empfängers, getragen von tiefem Wohlwollen. Dadurch lockert sich der Organismus des Heilers, was die Rezeptivität des Kunden verstärkt und somit größere Wirkung verursacht.  Der magische Vertrauensraum soll den Heilungs- oder Stärkungsprozess noch steigern.

Lit.: Atkinson-Scarter, H.: Sympathie-Magie und Zaubermedizin: ein Handbuch zur magischen Krankheitsbehandlung. Berlin: Richard Schikowski, 1960.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2