Bertschinger-Eicke, Erika

Bertschinger-Eicke, Erika (*20.02.1929 Zürich, Schweiz), genannt "Uriella", geistige Führerin der religiösen Bewegung (Orden) Fiat Lux. Nach frühen Kontakten mit der Geistigen Loge Zürich und neuoffenbarerisch-mediumistischen Kreisen in den USA und England will B. 1971 ihre Heilungsgabe entdeckt haben. 1972 sprach, ihren Angaben zufolge, Jesus direkt zu ihr, später auch Maria. Nach einem Reitunfall, bei dem sie schwere Kopfverletzungen davontrug, soll sie die Gabe des Hellsehens erhalten haben. Im Anschluss an einen Aufenthalt im „Lichtzentrum Bethanien“, das 1967 von Frieda M. Lämmle in Sigriswil/Schweiz gegründet worden war, empfing sie Weihnachten 1975, wie sie sagte, in Tieftrance die erste Offenbarung. Nach dem Tod ihres ersten Mannes gründete B. am 12.01.1980 ein Heiligtum in Egg (Kanton Zürich) als Mittelpunkt der neu um sie entstehenden Bewegung > Fiat Lux („Es werde Licht“). In den ersten „Gottesdiensten“, die sie dort veranstaltete, gab sie unter der Selbstbezeichnung "Uriella" (außer Jesus Christus betreut angeblich auch der Erzengel Uriel Frau Bertschinger) ihre Offenbarungen weiter, weil sie sich als Sprachrohr Jesu Christi verstand. Inzwischen wurde das sog. Heiligtum als Ausgangs- und Zentralpunkt der Bewegung nach Ibach/Lindau im Schwarzwald verlegt. 1984 bis 1988 unterstützte ihr späterer Ehemann Kurt Warter (1988 tödlich verunglückt), der sich "Uriello" nannte, ihre Aktivitäten und vereinheitlichte die Offenbarung. Schließlich wurde Fiat Lux von Uriellas viertem Ehemann, Eberhard Bertschinger-Eicke, genannt "Icordo", geführt.

Lit.: Fiat Lux: Entstehung, Lehre – Praxis / [Hrsg. und Red.: Referat für Weltanschauungsfragen]. Wien: Arbeitsgemeinschaft der Österr. Seelsorgeämter, Referat für Weltanschauungsfragen, 1988; Bender, Klaus-Martin: Fiat Lux: Uriellas Orden. München: Evang. Presseverb. für Bayern, Abt. Schriftenmission, 1992.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2