Bernus, Ulla von

Bernus, Ulla von (1913–1998), Tochter des Alexander von > Bernus aus zweiter Ehe, Ursula Pia, genannt Ulla, die sich in den Medien zeitlebens als „Hexe“ und „Schwarzmagierin“ verkaufte. Sie gilt als die bekannteste > Satanshexe Deutschlands. Nach eigenen Aussagen hat sie sich mit 17 Jahren für die > schwarze Magie entschieden. Ihre Sendung verdankte sie angeblich einem sog. tibetischen Grünkappen-Lama, dem sie in London begegnet sein will und der sie in die Technik des > Todesrituals einführte. So behauptete sie im Fernsehen, dass sie in der Lage sei, Menschen zu töten und schon 20 getötet habe. Beim Todesritual, das an einem Saturntag (Samstag) nach 24.00 Uhr stattzufinden hat, sind die hebräischen Todesengel > Osrael und > Zazael sowie die > Elementargeister (> Salamander, > Sylphen, > Undinen und > Gnomen) anzurufen. Der Magier müsse sich dabei nach Norden ausrichten, da von dort der Tod komme. Eine Wachspuppe wie ein Foto des Todeskandidaten seien auf ein Schwert zu spießen und über einer Flamme hin und her zu schwenken. Der > Magier selbst könne sich vor dem Angriff der Dämonen durch einen > magischen Kreis und durch Schwefelräucherungen schützen.
Am Ende ihres Lebens soll B. dem Satanismus abgeschworen haben und zum christlichen Glauben übergetreten sein.

Lit.: Weirauch, Wolfgang: Schwarze und weiße Magie. Flensburg: Flensburger-Hefte-Verlag, 1993, mit Interview von Wolfgang Weirauch mit Ulla von Bernus.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2