Bermechobus

Bermechobus, St. Methodios, Bischof von Olymp († 311), bzw. dem hl. Methodios I., Patriarch von Konstantinopel (788/800–847), zugeschriebene Schriften. Der eigentliche Name des Werkes war jedoch Bea-Methodius, eine Abkürzung von Beatus Methodivo, der durch einen Druckfehler zu „Bermechobus“ wurde.
Das Werk, das im Mirabilis Liber abgedruckt ist, beschreibt nach Art einer > Apokalypse die Geschichte und das Schicksal der Welt. Das Buch erzählt, wie Seth im Osten ein neues Land suchte und dabei in das Land der Eingeweihten kam, während die Kinder von Kain in Indien eine System der > Schwarzen Magie errichteten. Die Ismaeliten identifiziert der Autor mit jenen Stämmen, welche die Römer besiegten. Ferner spricht er von einem mächtigen Volk im Norden, dessen Herrschaft vom > Antichristen gebrochen wird. Darauf wird ein universales Königtum gegründet, das ein Prinz französischer Abstammung regiert. Es folgt eine lange Zeit der Gerechtigkeit.

Lit.: Mirabilis Liber qui prophetias revelationesque nec non res mirandas preteritas presentes et futuras aperte demonstrat. Paris, o. J. 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2