Bergwerk zu Falun

Bergwerk zu Falun. In der schwedischen Stadt Falun wurde zu Beginn des 18. Jhs. die unversehrte Leiche eines jungen Bergmanns gefunden, der mehr als fünfzig Jahre zuvor verschüttet worden war. Man stellte ihn im dortigen Bergmuseum aus, bis er nach dem Ersten Weltkrieg beerdigt wurde. Der Bericht verbreitete sich wie ein Lauffeuer in ganz Europa und wurde zum Stoff für Dichter wie Johann Peter Hebel (1760–1826), der den Bericht in Das Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreunds einbrachte, und E. T. A. Hoffmann (1776–1822), der ihn in der Geschichte Die Bergwerke zu Falun aufgriff. Richard Wagner (1813–1883) plante eine Oper zum Thema, und Hugo von Hofmannsthal (1874–1929) gab dem Stoff in seinem 1899 geschriebenen, aber erst 1932 aus dem Nachlass veröffentlichten Trauerspiel die wohl schönste Fassung.

Lit.: Haining, Peter: Das große Gespensterlexikon: Geister, Medien und Autoren. Lizenzausg. f. Gondrom Vlg. GmbH, Bindlach 1996. Düsseldorf: Econ Verlag GmbH, 1983.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2