Bergson, Moina

Bergson, Moina (*18.02.1865 Genf; † 25.07.1928 London), Schwester des Philosophen Henri > Bergson. In Paris geboren, studierte sie in London Kunst, trat der Theosophischen Gesellschaft bei und wurde eines der ersten Mitglieder des 1888 gegründeten spiritistischen Zirkels > Hermetischer Orden der Goldenen Dämmerung (Hermetic Order of the Golden Dawn). Als eifrige Studentin des > Okkultismus heiratete sie 1890 Samuel MacGregor > Mathers, einen der führenden Okkultisten und Mitbegründer des genannten Ordens. Besondere Aufmerksamkeit schenkte sie den untergegangenen Vorstellungen von einer > Großen Göttin und dem > Gehörnten Gott. Nach dem Tod ihres Mannes gründete sie in London eine neue Golden Dawn-Loge, in deren Mittelpunkt wiederum die Mythologie um den Gehörnten Gott stand.

Lit.: Frick, Karl R. H.: Licht und Finsternis II: Gnostisch-theosophische und freimaurerisch-okkulte Geheimgesellschaften bis an die Wende zum 20. Jahrhundert; Wege in die Gegenwart. Teil 2: Geschichte ihrer Lehren, Rituale und Organisationen. Graz: ADEVA, 1978; Pickering, David: Lexikon der Magie und Hexerei. Dt. Erstausgabe. s.l.: Bechtermünz Verlag, 1999.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2