Bergerac, Cyrano de

Bergerac, Cyrano de, eigentlich Hector-Savinien de Cyrano (*6.03.1619 Paris; † 28.07.1665 ebd.), Schriftsteller. Sohn einer reichen Bürgerfamilie, kämpfte nach seinen Studien am Collège de Beauvais bei den Gascogner Garden. Zweimal schwer verwundet, kehrte er 1641 nach Paris zurück, wo er in seinen satirisch-utopisch-alchimistischen Romanen die politischen, philosophischen und kirchlichen Autoritäten kritisierte und durch spitze Formulierungen hervortrat, z. B.: Der Pessimist ist jemand, der vorzeitig die Wahrheit erzählt.
Seine Bekanntheit beruht neben seinen eigenen Werken auf dem komödiantischen Versdrama Cyrano de Bergerac (1897) des Schriftstellers Edmond Rostand, das auch mehrfach verfilmt wurde. Mit seiner großen Nase hat dieser buchstäblich einen Riecher für poetische Liebeserklärungen und erobert die Schönste der Schönen im Auftrag eines anderen. Franco Alfano (1899–1983) komponierte die Oper „Cyrano de Bergerac“.

W.: Le pédant joué (1645); L’histoire comique contenant le états et empires de la lune (1649); L’histoire comique contenant les états et empires du soleil (ca. 1650), unvollendet; La mort d’Agrippine (1654).
Lit.: Canseliet, Eugène: L'alchimia 1. Studi diversi di Simbolismo Ermetico e di Pratica Filosofale / Paolo Lucarelli [Übers.]. Neudruck. Roma: Edizioni Mediterranee, 1996.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2