Beltane, Beltaine

Beltane (irisch, auch Beltaine oder Bealtaine), vorchristliches, keltisches Jahreszeitenfest in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai, dem Beginn des Sonnenhalbjahres bei den Kelten. Der 1. Mai liegt nämlich genau in der Mitte zwischen Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und der Sommersonnenwende. Bel bedeutet „strahlend“, „leuchtend“, Tene oder Teine ist das „Feuer“. So trägt auch der keltische Sonnengott den Namen > Belenus.
B. ist als Fest der Vermählung von Himmel und Erde nicht nur eine Feier der Fruchtbarkeit in Sinne der Fortpflanzung, sondern auch der Kreativität, neuer Ideen und Beziehungen. Die Wahl eines Maikönigs und einer Maikönigin symbolisiert rituell die heilige Hochzeit als Symbol für die Verbindung von Gott und Göttin. Der heute noch weitverbreitete Brauch der Wahl einer Maikönigin ist ein letzter Hauch dieser üppigen Feiern. 
B. gilt zudem als der höchste Feiertag der > Hexen.

Lit.: Ansha: Die magische Welt der Kelten: [Mythologie, Naturverständnis, Kunst, Kultur und Jahresfeste – und was sie heute für uns bedeuten]. München: Ludwig, 2000; Krause, Arnulf: Die Welt der Kelten: Geschichte und Mythos eines rätselhaften Volkes. Frankfurt a. M. [u. a.]: Campus, 22007.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2