Belbog

Belbog (slaw. bel, weiß, bog, Gott; auch Bjelbog, Belobo, Belun, Bielbog), der „Weiße Gott“ der Slawen. Er verkörpert Licht, ist der Gott des Guten, des Glücks, des Tages- und Frühlingshimmels. Bei den Russen hieß er Bielbog und hatte einen Tempel in Kiew, wo er auch als Donnergott galt. Auch in Julin und Jüteborg wurde er verehrt.
Dargestellt wird B. als alter, ergrauter Mann, der mit Lorbeeren bekränzt ist und einen Palmzweig in seiner Rechten hält.
Sein Widersacher ist > Tschernebog (szert, Teufel, „Schwarzer Gott“), der Gott des Bösen. An der Erschaffung des Menschen hatten beide Anteil. Tschernebog erschuf den Leib, B. hauchte die Seele ein.

Lit.: Dankovszky, Gergely: Die Goetter Griechenlands, die zum Theil bei den alten, zum Theil bei den jetzigen Slawen noch leben, in ihrer eigentlichen und sinnbildlichen Bedeutung dargestellt. Preßburg, 1841; Grimm, Jacob: Deutsche Mythologie. Vollständige Ausgabe. Wiesbaden: Marix, 2007.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2