Behbet-el-Hagar

Behbet el Hagar, nördlich von Sebenytos gelegen, wurde der Ort als Kultstätte der > Isis von den Alten Iseum bzw. Isegpolis oder Isis oppidum, von den Kopten Na-esi genannt. Hier, im 12. unterägyptischen Gau Iseum / Behbet-el-Hagar im Nildelta, liegt vermutlich der Ursprungsort der Isis. Für das Alte Reich (etwa 2670–2200 v. Chr.) sind Kultorte der Isis, bis auf Kusae, nicht nachzuweisen. Im Mittleren Reich (etwa 2050–1700 v. Chr.) wurde Isis u. a. in Abydos als Mutter- und Totengöttin verehrt. In Behbet-el-Hagar und auf Philae entstanden ihre größten und berühmtesten Tempelanlagen erst in der Spätzeit (700–330 v. Chr.) unter Nektanebos II. (380–343 v. Chr.) und unter Ptolemäus II. (309–246 v. Chr.).

Lit.: Röder Urkunden zur Religion des alten Ägypten / hrsg. von Günther Roeder. Düsseldorf [u. a.]: Diederichs, 1978; Porter, Bertha / Moss, Rosalind L. B.: Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Reliefs and Paintings. Oxford: The Griffith Institute, Ashmolean Museum, 1991; Bonnet, Hans: Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte. 3. unveränd. Aufl. Berlin: Walter de Gruyter, 2000.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2