Befreiungsgebet

Befreiungsgebet. Während man sich beim > Exorzismus direkt an den Teufel wendet, wenn auch im Namen Gottes, wendet man sich beim B. an Gott, Maria, den hl. Erzengel Michael, Engel oder Heilige mit der Bitte um Befreiung von Einflüssen des Teufels auf eine bestimmte Person oder Personen. Das B. kann daher jeder Gläubige anwenden, sofern er dabei nicht direkt an den Teufel herantritt. In solchen Fällen ist nach einem Schreiben der Glaubenskongregation vom 29. September 1985 (La preghiera di liberazione, 16) auch beim Befreiungsgebet eine entsprechende Erlaubnis einzuholen.

Lit.: Balducci, Corrado: Il diavolo: “...esiste e lo si può riconoscere”. Casala Monferrato: Piemme, 51989; Leonardi, Giovanni Maria: La preghiera di liberazione. San Severino Marche: Edizioni Croce Bianca, 1996; Amorth, Gabriele: Neue Berichte eines Exorzisten. Stein am Rhein: Christiana-Verl., 2000; ders.: Dämonische Mächte unserer Zeit: Exorzisten im Gespräch mit Psychiatern. Fremdingen: Unio-Verl., 2003; Exorzismus oder Therapie? Ansätze zur Befreiung vom Bösen / Ulrich Niemann; Wagner, Marion [Hrsg.]. Regensburg: Friedrich Pustet, 2005.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2