Bateson, Gregory

Bateson, Gregory (*9.05.1904 Grantchester, England; †4.07.1980 San Francisco), amerikanischer Philosoph, Ethnologe, Biologe und Psychologe, Sozialwissenschaftler und Kybernetiker, Sohn von William B., der den Begriff Genetik prägte. Zeitweilig war er mit der bekannten Anthropologin Margaret Mead verheiratet. B. gilt als Vordenker des > Holismus: Lebende Systeme haben den Geist (mind) als organisierendes Prinzip. Ein lebendes System kann daher auch nicht auf seine Bestandteile reduziert werden, denn das würde zu der falschen Annahme führen, dass das Ganze die Summe seiner Teile sei.

W.: Ökologie des Geistes: anthropologische, psychologische, biologische und epistemologische Perspektiven. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1994; Geist und Natur: eine notwendige Einheit. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1995.
Lit.: Lutterer, Wolfram: Gregory Bateson: eine Einführung in sein Denken. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme-Verl., 2002.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2