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LEXIKON DER PARANORMOLOGIE                                                  Index   A - Z
Band 2

Bates-Methode

Bates-Methode, Entspannungsmethode zur Behebung von Sehstörungen. Die Methode wurde vom US-amerikanischen Augenarzt Dr. William Horatio Bates, geb. am 27. Dezember 1860 in Newark, New Jersey, und gest. am 10. Juli 1931 in New York, entwickelt. B. machte 1885 an der Cornell University seinen Universitätsabschluss und arbeitete anschließend als Augenarzt in New York. Dabei gelangte er sehr bald zur Feststellung, dass längere Überanstrengungen der Augen in der Pubertät häufig zu Kurzsichtigkeit führten, dass die Sehfähigkeit im Tagesverlauf schwankte und dass sich viele Störungen spontan beheben ließen. Diese Feststellung untermauerte er durch Untersuchungen von 30.000 Augenpaaren. Seine Erfahrungen widersprachen der vorherrschenden Meinung, der zufolge Sehfehler auf eine irreversible Schädigung des Auges oder der Augenlinse zurückzuführen seien, und waren so überzeugend, dass er ungeachtet aller Einwände die revolutionäre Schlussfolgerung zog, dass die Anpassung, durch welche Kurzsichtigkeit, z. B. beim Lesen, und Weitsichtigkeit gesteuert werden, keine Funktion der Linse sei, sondern vielmehr der beiden Muskeln um den Augapfel.
Aufgrund dieser Erfahrungen entwickelte er eine Reihe von Methoden, die er in seinem Buch Besser sehen ohne Brille (1919) beschreibt. Dies führte zu zahlreichen Sehschulen und zur Anwendung von einfachen Übungen im Alltag zur Verringerung von Astigmatismus, Kurz- und Weitsichtigkeit und anderer Sehstörungen. Solche einfache Übungen sind: das Palming („Handauflegen“), wobei man die geschlossenen Augen mit den Händen bedeckt, um den Lichteinfall noch mehr zu reduzieren; Entspannung der Augen durch leichtes Hin- und Herschaukeln des Körpers, bis man anfängt zu blinzeln; abwechselndes Fixieren und Lockerlassen des Blickes unter Vermeidung ungesunden Starrens; einfache Übung der Augenmuskeln, etwa durch häufiges Blinzeln usw.
Der prominenteste Bericht über die Wirksamkeit dieser Methoden stammt von Aldous > Huxley: Infolge einer Erkrankung im Teenageralter konnte er nur mehr mit starker Brille und Atrophin zur Pupillenerweiterung lesen. Als sein Augenlicht immer schwächer wurde, stieß er auf die Bates-Methode: „Innerhalb von zwei Monaten konnte ich ohne Brille lesen. Und was noch viel erfreulicher war, ich las ohne Anstrengung und Ermüdung. Die chronische Verspannung und die plötzlichen Anfälle von totaler Erschöpfung waren vollkommen verschwunden“ (The Art of Seeing, 1943). Von der Schulmedizin wird die Methode trotzdem noch kaum beachtet.
  
W.: Rechtes Sehen ohne Brille: Heilung fehlerhaften Sehens durch Behandlung ohne Brille = (Perfect Sight Without Glasses). Bietigheim: Rohm, 1999.
Lit.: Huxley, Aldous: Die Kunst des Sehens: was wir für unsere Augen tun können. Aus dem Engl. und mit einem Nachw. von Christoph Graf. München; Zürich: Piper, 1996.

Band 2


Das größte Lexikon für Grenzgebiete der Wissenschaft

Resch, Andreas: Lexikon der Paranormologie Band 2: B – Byzanz
Innsbruck: Resch, 2011, XII, 509 S., ISBN 978-3-85382-090-2, Ln, EUR 48,50 [D], 49.90 [A]

Bestellung: info@igw-resch-verlag.at



Band 2 Lexikon


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