Basilikumöl

Basilikumöl (lat. ocimum basilicum), > ätherisches Öl mit den Hauptbestandteilen Linalool bzw Estragol, etwas Gerbstoff, Flavonoiden und Pflanzensäure. Es wird aus dem Basilikum, auch Basilienkraut oder Königskraut genannt, gewonnen, das bis zu 40 cm hoch wird, zur Familie der Lippenblütler gehört und als Gewürzpflanze in Europa und im subtropischen Asien angebaut wird.
Das Kraut wird als Insektenabwehr ins Haus gehängt und zum Würzen von Fleisch und Geflügel, Salaten und feinen hellen Soßen verwendet. Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation aus der Wurzel gewonnen. Als besonders wertvoll gilt das Öl aus der Art Ocimum crispum, das einen sehr feinen aromatischen Geruch hat.
B. wirkt anregend auf die Nebennierenrinde, ist verdauungsfördernd, schwach krampflösend und menstruationsfördernd; bei Inhalation wirkt es gegen Stauungen in Stirn- und Nasennebenhöhlen.
Wegen angeblich antidepressiver Wirkung wird es in der alternativen Heilkunde zur Unterstützung gegen Angst und Niedergeschlagenheit angewandt. In der Schulmedizin hingegen wird es wegen potentieller Risiken aufgrund des hohen Estragolgehaltes bei Schwangerschaft, in der Stillzeit, bei Säuglingen und Kleinkindern nicht mehr benutzt. Auch als Gewürz sollte es nicht über längere Zeiträume verwendet werden (höchstens 5% in der Zubereitung).
Die magische Kraft des B. wird mit Schutz, Liebe und Reinigung umschrieben.

Lit.: Magister Botanicus: Magisches Kreutherkompendium; ein erweytertes wahrhaft ergötzliches Werk ueber die magischen Verrichthungen mit Kreuthern und den zauberischen Kräfften der Pflanzen sowie dehren medicinalischer Beteuthungen. 2., überarb. u. erg. Aufl. Speyer: Die Sanduhr – Fachverlag für altes Wissen, 1995; Ilg, Petra: Basilikum – die heilige Pflanze der Hindus. München: Ehrenwirth, 2000; Ennet, Diether: Lexikon der Heilpflanzen: Wirkung, Anwendung, Botanik, Geschichte. Hamburg: Nikol, 2004.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2