Barbieri, Clelia

Barbieri, Clelia (*13.02.1847 auf dem Landgut „Le Budrie“, Gemeinde San Giovanni in Persiceto, Italien; †13.07.1870), heilig (9.04.1989, Fest: 13. Juli). Am 1. Mai 1868 gründete B. die Kongregation der Kleinen Schwestern der Schmerzensmutter. Am 31. Januar 1869 hatte sie während der hl. Messe eine Eingebung, die sie als „große Inspiration“ bezeichnete.
Ihre mystischen Phänomene bestanden vor allem in Ekstase, Levitation und Prophetie. Kurz vor ihrem Tod weissagte sie dem Institut: „Ich gehe, aber ich werde euch nie verlassen. Ich gehe in das Paradies und alle Schwestern, die in unserer Familie sterben, werden das ewige Leben haben.“ Am Jahrestag ihres Todes, am 13.07.1871, hörten die Schwestern beim gemeinsamen Gebet ihre Stimme, ein Phänomen, das sich auch später wiederholte:
„Beim Gebet hörten wir – fast alle – eine hohe Engelstimme, die unseren Chor begleitete, sich im Raum bewegend, bald an unserem Ohr, bald über uns. Wir erkannten sofort die Stimme Clelias und ihr Versprechen, uns nicht zu verlassen. Die Stimme blieb bei uns bis zum Abend. Wir entschieden uns, noch die ganze Nacht zu beten, und die Stimme war immer noch mit uns. Seitdem hat sie uns nicht mehr verlassen. Zu bemerken ist, dass nicht alle Schwestern die Stimme hörten...“ (Giovetti, S. 546).

Lit.: Giovetti, Paola: Außergewöhnliche Phänomene im Leben von Mystikern und Heiligen. In: Andreas Resch: Paranormologie und Religion. Innsbruck: Resch, 1997 (Imago Mundi; 15); Resch, Andreas: Miracoli dei santi. 1983–1995. Vaticano: Libreria Editrice Vaticana, 2002 (Sussidi per lo studio delle cause dei santi; 5); ders.: I Santi di Giovanni Paolo II. 1982–2004. Innsbruck: Resch, 2009.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2