Barbarossa, Christoph

Barbarossa, Christoph bzw. Rothbart, Christoph (*1562 Jever im Landkreis Friesland / Niedersachsen; †1623), protestantischer Pastor. Als Sohn des Superintendenten Peter Rothbart besuchte er die Schule in Hannover und studierte später in Wittenberg und Rostock, wo er seinen Magister erwarb. 1589 wurde er Prediger zu Ottendorf, 1597 zu Lüneburg und 1599 Hauptpastor in Altenbruch im Lande Hadeln, von wo er sich 1613 wegen seines Wirkens gegen die vermeintliche Lasterhaftigkeit der Gemeinde verabschieden musste. In diesem Kontext stehen ab 1610 seine veröffentlichten Predigten über das Fluchen, die Sünden der Menschen sowie die > Hexerei. Sodann dehnte er seine Ausführungen auf die > Hermetik und den Kreis der gelehrten > Magie aus, wie seine Schriften zu > Paracelus und über die > Rosenkreuzer zeigen.

W. (Auswahl): Valeth und Gesegenpredigt. Hamburg: Wolder, 1597; Extremum judicium. Das ist: Die gantze Lehr vom Jüngsten Tage / vnd letzten Zukunfft des Herrn zu Gericht. Hannober: Holstein-Hildeßheim: Hantzsch, 1601; Elucidarius Chymicus. Oder / Erleuchterung und deutliche Erklerung/ was die Fama fraternitatis vom Rosencreutz / für Chymische Secreta de lapide Philosophorum, in ihrer Reformation der Welt / mit verblümbten Worten versteckt haben. Lüneburg / Goslar: Stern / Vogt, 1616; Elucidarius Maior. Oder Erleuchterung uber die Reformation der gantzen weiten Welt / F.C.R. auß ihrer Chymischen Hochzeit/ und sonst mit viel andern testimoniis Philosophorum. Lüneburg: Stern, 1617; Theophrastus non Theophrastus. Oder Deutliche Endeckung was von Theophrasto Paracelso zu halten sey / ob er seine hohe Weißheit und Kunst von Gott oder dem Teufel gehabt. Lüneburg / Goslar: Stern / Vogt, 1617; Fluch- und Gottes-Lästerungs-Spiegel. Christoph Rodtbahrt. Rinteln: Lucius, 1632.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2