Balver Höhle

Balver Höhle. Mit fast 80 m Länge und bis zu 20 m Breite gehört die gewaltige Höhle im Märkischen Kreis, Westfalen, zu den größten Kulturhöhlen Deutschlands. In den 14–18 m hohen Ablagerungen wurden Reste von Mammutjägern der letzten Früheiszeit bis hin zu solchen von Menschen der frühen Eisenzeit (600 v. Chr.) gefunden. Den größten Teil der Funde beherbergt das Museum von Arnsberg.
Auf die Zeit der Eisenhüttenleute scheint eine der ältesten germanischen Sagen  zurückzugehen, die Sage von > Wieland dem Schmied, die sich im 5.–7. Jh. über ganz Europa verbreitete und im nordischen Völundrlied (Wielandlied) erhalten ist. Wieland ist ein > Alb, der von König Nidhad gefangen genommen und zu kunstvollen Schmiedearbeiten gezwungen wurde. Sein Handwerk soll er in der B. H. bei zwei geschickten Zwergen erlernt haben.

Lit.: Der Schwarze Führer: Deutschland; 253 geheimnisvolle Stätten in 194 Orten / M. e. Einf. v. Lutz Röhrich. Freiburg i. Br.: Eulen Verlag, 2000; Wielandlied, Lied von Frau Helchen Söhnen und Hunnenschlachtlied: Historische Wirklichkeit u. Heldenlied. Theoderich u. das Blutrachemotiv / Hellmut Rosenfeld. [Privatdr.]. Tübingen: Niemeyer, 1955.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2