Aventurin

Aventurin (ital. a ventura, aufs Geratewohl), genauer: Aventurinquarz, synon. auch Chrysoquarz, Tibetstein und Venturin; Edelstein, Schmuck- und Dekorationsstein und ebenso Heilstein. Der Name „aufs Geratewohl”, spielt auf die scheinbar beliebig im Quarz eingelagerten Mineralschüppchen an. Hat der A. eine orange Farbe, wird er auch Goldstein oder Leonit genannt; seine dunkelgrüne Variante heißt Grünquarz, die blaue Blauquarz. Irreführend nennt man ihn Indischen Smaragd oder Indien-Jade. Der z. T. in großen Mengen vorhandene Edelstein lässt sich vor allem in Brasilien, Indien, Simbabwe und Russland finden.
In der Heilkunde ist er bekannt als „Einschlafstein“, da er entspannend wirkt und angeblich alle Sorgen vergessen lässt. Er unterstütze, so sagt man, die individuelle Entwicklung der Persönlichkeit und die Selbstverwirklichung. Auf der körperlichen Ebene wird der A. mit dem Fettstoffwechsel in Verbindung gebracht und als Vorbeugemittel gegen Herzinfarkt und Arteriosklerose benutzt. Lindernden Effekt bietet er bei Hautproblemen wie Ekzemen, Allergien, Entzündungen, Sonnenbrand und Strahlenschäden. Man trägt den A. zu diesem Zweck entweder über längere Zeitspannen am Körper, legt ihn auf die betreffenden Körperpartien auf, oder aber – im Falle von Strahlenschäden und Sonnenbrand – legt man sich selbst für eine längere Ruhezeit in die Mitte eines „Steinkreises“ (Gienger). Alle diese Wirkungen können selbstverständlich nur erreicht werden, wenn auch auf anderen Ebenen, wie etwa Ernährung und Lebensführung, Gesundheitspflege betrieben wird (> Ganzheitsmedizin).

Lit.: Ruppenthal, A. (Hg.): Mythologie der Edelsteine. Idar-Oberstein/Georg-Weierbach: Prinz Druck GmbH & Co. KG, 1988; Gienger, Michael: Lexikon der Heilsteine: von Achat bis Zoisit. Saarbrücken: Neue Erde, 42000.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1