Autonomes Nervensystem

Autonomes Nervensystem (AN), auch vegetatives Nervensystem, umfasst alle Nervenfasern, die nicht dem Willen untergeordnet sind. Es hat die Aufgabe, die Funktion aller inneren Organe, wie Herz, Lunge, Blutgefäße, Magen, Darm, Galle, Urogenitalsystem und Drüsen, zu steuern und zu koordinieren. Es spielt eine wichtige informationsvermittelnde Rolle bei der Regelung von Blutdruck, Atmung, Herztätigkeit, Wasserhaushalt, Blutzucker usw.
Das AN unterteilt sich in das sympathische Nervensystem mit der Funktion einer Steigerung körperlicher Aktivitäten, und das parasympathische Nervensystem mit der Funktion einer Minderung körperlicher Aktivitäten. Dieses Zusammenspiel sorgt für den harmonischen Ablauf der Körperfunktionen (> Homöostase).
Von Yogis (> Yoga) und anderen Menschen wird behauptet, sie könnten ihr AN trainieren, z. B. Pulsschlag und Körpertemperatur bewusst kontrollieren. In letzter Zeit wurden durch Laborkontrollen beim Biofeedback solche Fähigkeiten untersucht und bestätigt. Zudem konnte bei der Untersuchung der > Seher von Medjugorje 1998 der Beweis erbracht werden, dass bei der Hypnose das parasympathische und bei der Ekstase das sympathische Nervensystem wirksam ist. Dies besagt, dass die Ekstase durch Suggestion nicht hervorgerufen werden kann, wie vielfach behauptet wird. Ferner impliziert dies, dass das AN indirekt willentlich beeinflusst werden kann.

Lit.: Autonomes Nervensystem und Herzrhythmusstörungen / hrsg. von Reinhard Griebenow u. Hartmut Gülker. Geleitw. von W. Kaufmann. Bearb. von K. Addicks. Stuttgart; New York: Thieme, 1990; Resch, Andreas: I veggenti di Medjugorje. Ricerca psicofisiologica 1998 / M. e. Vorw. v. Ivan Landeka. Innsbruck: Resch, 2000; Resch, Andreas: Die Seher von Medjugorje im Griff der Wissenschaft. Innsbruck: Resch, 2005.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1