Aurora philosophorum

Aurora philosophorum (lat., „Morgenröte der Philosophen“), nach > Paracelsus die „schöne Morgenröte der Weisen“. „Aller Künste erster Erfinder ist Adam gewesen, dieweil er aller Ding völlig Erkenntnis gehabt hat sowohl nach wie vor dem Fall, daher er zuvor geweissagt hat, dass die Welt durch die Sündflut und Wasser verderbt und untergehen werde“ (Werke V, S. 3). Diese Weisheit wurde dann von den Chaldäern, Hebräern, Persern und Ägyptern gepflegt und ihren Vorstehern und Obersten in der Auslegung der freien natürlichen Künste als die höchste Philosophie und Weisheit zu erlernen vorgelegt. Über die Griechen kam diese Kunst auch zu uns. „Die magi haben durch ihre Weisheit bestätigt, dass alle Kreaturen zu der vereinigten Substanz und Wesen eingeführt werden sollen und müssen, welche, wie sie sprechen, durch ihre Reinigungen und Purgierungen zu einer solchen Subtilitaet gebracht werden, dass sie eine himmlische Natur und eine verborgene Proprietaet und Eigenschaft bekommen, welche Wunder stiftet“ (Werke V, S. 11).

Lit.: Theophrastus Paracelsus: Werke. Bd. 5. Pansophische, magische und gabalische Schriften. Studienausgabe / Will-Erich Peuckert [Hrsg.]. Basel; Stuttgart: Schwabe & Co. Verlag, 1968.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1