Aurobindo, Sri

Aurobindo, Sri, Pseudonym für Aurobindo Ghose, *15.8.1872 Kalkutta, + 5.12.1950 Pondicherry; bedeutender Dichter, Meister des Neohinduismus und > Yogi aus Kalkutta, der am Kings College in Cambridge Klassische Literatur studierte. Er setzte sich, nach Indien zurückgekehrt, fortan für die politische Unabhängigkeit Indiens ein und kam dafür 1907/8 ins Gefängnis, wo er eine religiöse Erweckung erlebte. Diese Erlebnisse waren entscheidend für seine geistige Entwicklung, so dass er sich dem klassischen > Yoga zuwandte und später in Pondicherry in Südindien einen > Ashram gründete, wo er den > Purna-Yoga bzw. Integralen Yoga lehrte. Sein letztes Ziel war die Verwirklichung des „supramentalen Bewusstseins“. Um seine spirituelle Arbeit fortzusetzen, gründeten seine Schüler nach seinem Tod in der Umgebung von Pondicherry die Stadt Auroville.

W.: Stufen der Vollendung. Bern u. a.: Barth Verlag, 1975; Das Ideal einer geeinten Menschheit. Gladenbach (Hessen): Hinder und Deelmann, 1982; Die Isha-upanishad. Planegg: Mirapuri Verlag, 1988; Das göttliche Leben. Gladenbach (Hessen): Hinder und Deelmann, 1991; Handbuch des integralen Yoga. Planegg b. München: Mirapuri Verlag, 1991; Die Baghavadgita. Freiburg i. Br. u. a.: Herder 1992; Das göttliche Leben auf Erden. Gauting: Mirapuri Verlag, 1993; Der integrale Yoga. Reinbek b. Hamburg: Rowohlt, 1993.
Lit.: Drury, Nevill: Lexikon des esoterischen Wissens. München: Droemer Knaur, 1988; Shepard, Leslie A. (Ed.): Encyclopedia of Occultism & Parapsychology. In Two Volumes. Detroit: Gale Research Inc., ³1991; Guiley, Rosemary Ellen: Harper’s Encyclopedia of Mystical & Paranormal Experience. San Francisco: Harper, 1991.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1